Die Diaspora zu Gast in Dortmund

think.together-Logo_pngSo war die 2. Deutsch-Afrikanische Diasporakonferenz:
http://www.vkii-ruhrbezirk.de/2018/05/24/die-diaspora-zu-gast-in-dortmund/

Nach der Begrüßungsrunde durch VertreterIinnen der Stadt, der Botschaft Ugandas und den Organisatoren (die Vereine VKII und Edda e.V.) , gab es mehrere Vorträge von ExpertIinnen.

Die Vorstände von Edda und VKII Ruhrbezirk eröffnen die Konferenz | © Nicole Grote

Die Vorstände von Edda und VKII Ruhrbezirk eröffnen die Konferenz | © Nicole Grote

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Uganda im Seminar zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz

„Interkulturelle Kompetenz to go“

Das Thema befasst sich mit der Didaktik eines interkulturellen Seminars in der Hochschule. Es wird eine Methode zum interkulturellen Lehren und Lernen zum Thema „Afrika“ vorgestellt. Üblicherweise wird interkulturelle Handlungskompetenz während eines Auslandaufenthalts oder bei anderen Fremdheitserfahrungen entwickelt. Überträgt man z.B. Ergebnisse von Trainingsmaßnahmen auf interkulturelles Lernen, so kann jede Fremdheitserfahrung zu einem Anker werden, anhand dessen Lernende interkulturelles Wissen konstruieren können. Doch praxisnahe Trainings gehören nicht unbedingt zur Charakteristik einer Hochschule.

Das Fallbeispiel in diesem Buch leistet einen Beitrag dazu, die Lücke zur Vermittlung interkultureller Kompetenz an der Hochschule zu schließen. Das vorgestellte Lehr-/Lernarrangement soll wissenschaftlichen Standards entsprechen, aber zugleich in realen Situationen abrufbare Fähigkeiten vermitteln.

Link zum Kindleformat

*Kick-off Event* UGANDA CALLING

G+ Creatives presents:

Ugandan film & media artists proudly present the new source of African wealth. Join our kick-off event. Contribute in establishing independent, sustainable business structures on the African continent.

*Kick-off Event* UGANDA CALLING
24.05.2018 // 7 – 11 pm

6.30 – 7 pm — Welcoming
7- 8 pm — Film screening, presentation & special guests
8 – 11 pm — Think tank & networking

IMPACT HUB Berlin – Friedrichstr. 246 – 10969 Berlin

The event takes place in friendly association with the Embassy of Uganda in Berlin and IMPACT HUB Berlin

Über 100 Technologie-Inkubatoren in Subsahara-Afrika

Beitrag veröffentlicht im Subsahara-Blog der IHK.

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Incubator und Workspace in Uganda: Hive Colab

Subsahara-Afrika hat eine dynamische Gründerszene. Start-Ups versuchen insbesondere mit innovativen Internetanwendungen, Alltagsprobleme der städtischen und ländlichen Bevölkerung in den Bereichen Energieversorgung, Finanzierung, Kommunikation oder Transport zu lösen. Gründerzentren, auch Inkubatoren oder Hubs genannt, unterstützen sie dabei. In welchen Ländern, welche Inkubatoren zu finden sind, hat blog:subsahara-afrika zusammengestellt.

Die Weltbank-Gruppe hat für den aktuellen „World Development Report 2016 – Digital Dividents“ u.a. die Landschaft der Technologie-Inkubatoren in Afrika untersucht. 104 Inkubatoren sind in Subsahara-Afrika zu finden. Diese lassen sich nach ihrer Organisationsform bzw. nach ihren Leitungsorganen in vier Kategorien einteilen: Zivilgesellschaft, Akademische Institution, Regierung oder Konsortium bzw. Hybrid. 69 von ihnen werden privatwirtschaftlich geführt, 17 sogenannte Hybride werden von Konsortien u.a. aus der Privatwirtschaft, Staat oder Nichtregierungsorganisationen sowie akademischen Institutionen geleitet. Jeweils neun sind in der Hand von Länderregierungen oder Hochschulen. Die Tatsache, dass nur 18 Inkubatoren vom Staat oder von Hochschulen geleitet werden, legt – laut Aussagen der Weltbank – die Vermutung nahe, dass Unternehmertum und Innovationen in erster Linie vom Markt und der Nachfrage getrieben sind. Dennoch steigere eine ausgewogene Partnerschaft zwischen Privatwirtschaftlichen und staatlichen sowie akademischen Institutionen die Nachhaltigkeit der Gründungszentren.

Die 104 Start-Up-Zentren verteilen sich auf 27 Staaten in Subsahara-Afrika. Alleine in Südafrika sind 23 und damit die meisten Hubs zu finden. Kenia führt 11 Technologie-Inkubatoren, Nigeria 10, gefolgt von Ghana (8), Uganda (6), Senegal (5) sowie Tansania (4) und der Elfenbeinküste (4). Benin, der Kongo, Ruanda und Simbabwe haben je drei Gründungszentren. Äthiopien, Burkina Faso, Botswana, Madagaskar, Namibia sowie La Reunion haben jeweils zwei und die Staaten Angola, Gambia, Kamerun, Liberia, Mali, Mauritius, Mosambik, Sambia und Togo unterstützen mit je einem Hub die Unternehmensgründung.

 

Rezension zum Ugandabuch auf fairunterwegs.org

Eva Maria Bäcker, Justine Magambo: Welcome to Africa – Interkulturelle Kompetenz für Uganda. Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2015, 210 Seiten, CHF 26.90, EUR 20.00, ISBN 978-3-88309-905-7

Auf der Plattform für nachhaltigen Tourismus fairunterwegs.org wurde eine tolle Rezension über das Ugandabuch geschrieben:

Offenheit, Selbstreflexion, Perspektivenwechsel

Was ist eigentlich interkulturelle Kompetenz? Für die Autorinnen geht es erst einmal darum, die Verunsicherung zuzulassen, wenn wir ins Uganda 2014 509Fettnäpfchen treten. Denn diese veranlasst uns, über uns selbst nachdenken. Schrittweise können wir dann die Fähigkeit erlangen, mit solchen Situationen besser umzugehen. Dafür ist Offenheit, Selbstreflexion und Perspektivenwechsel die Grundlage.

Das Buch sei wärmstens empfohlen für alle, die sich von verstaubten Afrika-Vorstellungen lösen möchten. Oder müssen, weil sie sich auf das Abenteuer eines beruflichen oder freiwilligen Engagements einlassen.

Storytelling 

Dies in einer unterhaltsamen Form: Im ersten, grösseren Teil des Buchs schreibt die fiktive Hauptperson Vicky in ihren „Log“ Einträge über die zurückgelegten Strecken, die Begegnungen und Erlebnisse in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, und auf ihren Sightseeing-Tours. Wie beim Logbuch der Schifffahrt wertet sie Fehler aus und stellt Überlegungen an, wie sich diese Fehler in Zukunft vermeiden lassen. Sie verbindet das mit Gedanken-Übungen: So lädt sie uns ein, je einen Eisberg für Uganda und für Deutschland zu zeichnen und darin das für uns Sichtbare über dem Meeresspiegel und das Vermutete (Traditionen, Glaubenssätze, Wertvorstellungen und so weiter) unter dem Wasserspiegel einzutragen. Manche Erkenntnisse aus den Übungen sind durchaus überraschend. Fachbegriffe wie Sach- oder Beziehungsorientierung, Low Context oder High Context sowie lineare und andere Zeitwahrnehmung erklärt sie eingängig. Das hilft, die Erlebnisse besser einzuordnen. So werden die Erfahrungen von Vicky und ihrem Kollegen Musa Kalema reflektiert, mit touristisch interessanten Informationen gewürzt und mit Situationskomik aufgeladen. Etwa, wenn Musa Kalema seine Deutsche Kollegin strahlend begrüsst: „Wow, Vicky, schön dich zu sehen. Du siehst toll aus! Hast du zugenommen?“ Und Vicky daraufhin schmollt, bis Musa ihr das Schönheitsideal der Ankole-Ethnie erklärt.

Im zweiten Teil antwortet Justine Magambo auf Fragen ihrer EnglischschülerInnen der achten Klasse zu Uganda und beschreibt ihr Heimatland in Episoden, mit Bildern und zu Stichworten.